Verunreinigtes Trinkwasser in Lichtenberg: Bezirksamt warnt Bevölkerung

 

Das Bezirksamt Lichtenberg hat am Freitagnachmittag für Teile des Bezirks eine sogenannte Bevölkerungswarnung herausgegeben. Nach Angaben des zuständigen Bezirksstadtrates Martin Schaefer (CDU) waren bei routinemäßigen Untersuchungen Qualitätsmängel im Trinkwasser festgestellt worden. Noch ist die Ursache für die Verunreinigung unklar.

Betroffen sind die Lichtenberger Stadtteile Friedrichsfelde und Neu-Hohenschönhausen. Der bezirkliche Katastrophen- und Zivilschutz hatte nach Bekanntwerden der Meldung eine Warnung herausgegeben, die auch die Nutzer der Warn-Apps „Nina“ und „KatWarn“ erreichte. „Im Trinkwasser der betroffenen Stadtteile sind die zulässigen Grenzwerte überschritten“, sagte Schaefer auf Nachfrage des Bezirks-Journals. Erst eine genaue Beprobung werde Aufschluss darüber geben, was die Ursache für das bakteriell verunreinigte Wasser ist. Nicht ausgeschlossen werden könne beispielsweise, dass starke Regenfälle den Schmutz ins Wasser brachten. „Noch heute wird mit der Reinigung begonnen“, sagte Schaefer. Es ist gut möglich, dass die Bevölkerungswarnung bereits am Sonnabend wieder aufgehoben werden.

Solange die Warnung besteht, solle aus der Leitung entnommenes Trinkwasser, welches zum Verzehr bestimmt ist, bis auf Weiteres nur abgekocht Verwendung finden, um mögliche Magen- und Darmbeschwerden zu verhindern. Diese Vorsichtsmaßnahme gelte vor allem für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen. Das Wasser sollte vor Gebrauch abgekocht werden. Duschen ist verboten.

Noch liegen den Behörden keine Erkenntnisse vor, ob Personen an der bakteriellen Verunreinigung erkrankt sind. „Unsere Warnung ist als reine Vorsichtsmaßnahme zu verstehen, auch wollen wir keine Panik verbreiten“, sagte Schaefer. „Dennoch ist derzeit Achtsamkeit geboten.“ (gäd.)