Trinkwasser für Seen und Pfuhle im Bezirk

Lichtenberg. Weil die Lichtenberger Teiche, Pfuhle und Seen immer weniger Wasser führen, springt der Bezirk zunehmen ein und füllt die Gewässer mit Trinkwasser auf. Nach Angaben von Umweltstadtrat Martin Schaefer (CDU) geschehe dies insbesondere in der Laichsaison. Verhindert werden soll, dass Gewässer wie die Pfuhle im Landschaftspark Herzberge austrocknen. Mit Hilfe von kleineren Solarbrunnenanlagen werde zudem Grundwasser aus bis zu 50 Meter Tiefe in die Gewässer geleitet – das sei beim Orankesee und dem Fennpfuhl der Fall. Vor allem die vergangenen drei Jahre seien so trocken gewesen, dass mehr Wasser verdunstet oder versickert war, als Niederschlag fiel. Dadurch sank der Grundwasserspiegel 2020 um fast einen Meter. Vor allem Amphibien (Frösche, Kröten und Molche) benötigen in den Frühjahrs- und Sommermonaten zur Laichablage einen stabilen Wasserstand. Trocknen Gewässer aus, wachsen diese schneller mit Sumpf- und Schilfpflanzen zu. Ist ein Gewässer über mehrere Jahre trocken, beginnen dort außerdem Sträucher und Bäume wie Weiden oder Erlen, die zusätzlich Wasser benötigen. Gewässer, die wenig Wasser führen, erwärmen sich zudem schneller, was einen sinkenden Sauerstoffgehalt zur Folge hat. In Lichtenberg gibt es 31 stehende Gewässer sowie über 30 weitere Kleingewässer, die auch als Wasser- bzw. Feuchtbiotope bezeichnet werden können.