Studierende sagen Tschüss zu Einwegbechern

Karlshorst. Studierende der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) trinken ihren Kaffee, Tee oder Kakao künftig aus Mehrwegbechern. Die HTW beteiligt sich am Projekt „Better World Cup“ und will an ihren beiden Standorten an der Treskowallee und in Oberschöneweide auf Einwegbecher verzichten. „Alle Cafés auf dem Campusgelände sowie die umliegenden Cafés in Campusnähe wurden angesprochen, sich der Better World Cup-Initiative anzuschließen“, teilte die HTW mit. Bereits rund 20 Verkaufsstellen von Heißgetränken konnten dafür gewonnen werden, mitgebrachte Mehrwegbecher zu befüllen. In Berlin werden pro Stunde 20.000 Einwegbecher verbraucht – das sind 170 Millionen Wegwerfbecher pro Jahr. Allein die in Berlin verbrauchten Wegwerfbecher entsprechen einem Abfallberg von 2.400 Tonnen pro Jahr. Für ihre Herstellung wird das Holz von 2.580 Bäumen verbraucht, außerdem 1.320 Tonnen Rohöl für den Kunststoffanteil des Bechers sowie 85 Millionen Liter Wasser. Das ist ein halber Liter Wasser pro Einwegbecher. Die Einwegbecher, die pro Jahr in Berlin verbraucht werden, verursachen bei ihrer Herstellung 6.660 Tonnen CO2-Emissionen. Weniger Einwegbecher bedeuten auch weniger Ausstoß von Klimagasen. Der „Better World Cup“ ist eine gemeinsame Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Berliner Stadtreinigung (BSR) und von Wirtschafts- und Umweltverbänden. Verkaufsstellen, die beim „Better World Cup“ mitmachen, bieten ihren Kundinnen und Kunden an, den Kaffee-to-go in den eigenen, mitgebrachten Mehrwegbecher zu füllen. Als Anreiz gibt es einen Rabatt. Das können 10, 20 oder 30 Cent sein oder auch ein Keks. Die Verkaufsstellen sind auf einer interaktiven Online-Karte verzeichnet: https://betterworldcup.de/die-karte/