Streit um Abriss der Wuhletalbrücke

Marzahn. Der Abriss und der Neubau der Wuhletalbrücke könnte vorgezogen werden – theoretisch. Zwar sei es möglich, mit den Arbeiten bereits kommendes Jahr zu beginnen – allerdings wäre dafür die Zustimmung der Senatsfinanzverwaltung nötig, wie Verkehrssenatorin Regine Günther (Bündnis 90/ Die Grünen) unlängst im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses sagte. Anlass war ein Antrag des AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann mit der Überschrift „Wuhletalbrücke zügig abreißen und neu bauen“. Gut 15 Millionen Euro wird es kosten, die in den 1970er-Jahren errichtete Konstruktion durch einen Neubau zu ersetzen. Wegen zahlreicher Schäden war das Bauwerk vor zwei Jahren gesperrt worden. Seitdem wird der Verkehr umgeleitet. Die Sanierung ist ab 2022 geplant. Inzwischen hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen, dass der Bezirk Druck auf den Senat machen soll. Ein Antrag mit der Überschrift „Abriss und Neubau der Wuhletalbrücke vorziehen!“, eingebracht von der Linksfraktion, wurde mehrheitlich angenommen. „Wenn ein vorzeitiger Abriss und Neubau möglich ist, muss dies auch umgesetzt werden“, sagt Bjoern Tielebein, Vorsitzender der Linksfraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf. Neben den Berlinern würden auch pendelnde Brandenburger, die jeden Tag über die Märkische Allee in die Stadt fahren, „quasi durch die andauernde Sperrung begrüßt“.