„Sternenkinder“: Bezirk plant eigene Grabreihen

Friedrichsfelde. Auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde soll es künftig auch Grabstätten für sogenannte Sternenkinder geben. Das teilte das Bezirksamt im Zusammenhang mit einem Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung mit. Die Einrichtung von Begräbnisorten für Kinder, die vor und kurz nach ihrer Geburt verstorben sind, sei Teil einer bis zum Jahr 2030 angelegten Strategie für den Zentralfriedhof, erklärt das Straßen- und Grünflächenamt: „Ein wichtiges Element der Strategie ist die konsequente Kundenorientierung durch ein erweitertes Angebot an Bestattungsarten (u.a. Urnenwand, Waldbestattung sowie eine fortgesetzte Öffnung auch für andere Kulturen). Dazu wird auch die Schaffung einer Möglichkeit zur Bestattung von Sternenkindern gehören.“ Für die äußerst sensible Thematik werde ein angemessener und ansprechender Raum geschaffen.
Unklar ist jedoch, ab wann entsprechende Grabstätten zur Verfügung stehen. „Da die Maßnahmen aus Unterhaltungsmitteln finanziert werden müssen, können noch keine Angaben zur zeitlichen Umsetzung gemacht werden.“ Die Maßnahmen würden je nach Verfügbarkeit der Mittel schrittweise umgesetzt. Das Bezirksamt werde hierzu das Gespräch mit Selbsthilfegruppen suchen.