SPD fordert Erinnerungsort für Vertragsarbeiter

Lichtenberg. Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung will die Geschichte der DDR-Vertragsarbeiter sichtbar machen. Denkbar wäre ein Informations- und Erinnerungsort im neuen Quartier „Gehrenseehöfe“, das auf dem Gelände der einstigen Vertragsarbeiterunterkünfte entsteht. In einem Antrag wird das Bezirksamt ersucht zu prüfen, wie in Lichtenberg an die Geschichte der Vertragsarbeiter in der DDR erinnert werden kann. Seit den 1960er-Jahren warb die DDR verstärkt Vertragsarbeiter insbesondere aus Vietnam, Mosambik und Kuba an. Zunächst mit Aus- und Weiterbildung motiviert, wurden sie später auch zur Deckung des Mangels an billigen Arbeitskräften für schlecht bezahlte und/oder gefährliche Arbeitsplätze ausgenutzt. „Ihre Aufenthaltsdauer war begrenzt, Familiennachzug nicht erlaubt und Kontakte zu Einheimischen von den zuständigen Behörden zu genehmigen. Sie lebten abgeschottet“, erklärt die SPD.