Rufbus im Osten von Berlin: Anruf genügt

Noch gibt es keine Fotos der Rufbusse, die ab 2022 eingesetzt werden sollen - daher bleibt hier nur die in dieser Montage umgesetzte Phantasie, wie ein BVG-Rufbus aussehen könnte. Foto: Bezirks-Journal
Noch gibt es keine Fotos der Rufbusse, die ab 2022 eingesetzt werden sollen – daher bleibt hier nur die in dieser Montage umgesetzte Phantasie, wie ein BVG-Rufbus aussehen könnte. Foto: Bezirks-Journal

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bauen ihr Angebot im Osten von Berlin aus. Ab Mai 2022 gibt es in Teilen von Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg den Rufbus. Profitieren werden insbesondere Fahrgäste, die lange Wege zur nächsten Bushaltestelle in Kauf nehmen müssen.

Wer in Mahlsdorf-Süd in einem der kleinen Einfamilienhäuser beispielsweise rund um den Lehnitzplatz lebt, kennt das Problem: Die nächste Bushaltestelle ist gefühlt viele Kilometer weit entfernt. Ab Mai kommenden Jahres wird es aber dort wie in anderen Teilen von Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg wesentlich leichter sein, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Dann startet in den Regionen im Osten von Berlin der Rufbus.

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mitteilte, werden die Rufbusse das Netz öffentlicher Verkehrsmittel ergänzen und die Lücken zwischen den oft viele Hundert Meter voneinander entfernten Haltestellen von Straßenbahn und Bus schließen. Im Rahmen einer Testphase ist vorgesehen, vor allem Wohngebiete östlich des Ostkreuzes mit dem Rufbus zu erschließen. Dafür sollen bis zu 26 Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die maximal acht Menschen Platz bieten und darüber hinaus barrierefrei sein sollen. Das Gebiet für den neuen BVG-Rufbus umfasst 41 Quadratkilometer. Gebucht wird entweder über eine App fürs Smartphone beziehungsweise über das Call-Center der BVG. Der Fahrpreis wird von einer speziell erhältlichen Guthabenkarte abgebucht. Angefahren werden nicht nur bereits vorhandene Haltestellen von BVG und S-Bahn, sondern auch Einrichtungen wie Bürgerämter, Ärztehäuser oder Seniorentreffs. Außerdem gibt es virtuelle Haltestellen: Das sind Haltepunkte, die nur in der App zu sehen sind und die sich zwischen den regulären Stopps befinden. Der BVG-Rufbus soll wochentags von 4.30 bis 20.30 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 24 Uhr verkehren.

BVG-Rufbus: das kostet der neue Service

Der Preis für eine Fahrt mit dem BVG-Rufbus richtet sich nach Strecke und Abholort. Wer den Rufbus nutzt, um zur nächsten Haltestelle des ÖPN zu gelangen, benötigt nur einen VBB-Fahrschein für den Tarifbereich B. Fährt der BVG-Rufbus als Zubringer zu ÖPNV-Haltestellen außerhalb eines Rufbus-Gebiets, werden 0,50 Euro Komfortzuschlag fällig. Eine Direktfahrt zwischen virtuellen Haltestellen kostet zusätzlich 1,50 Euro pro Kilometer, Mitfahrende des Rufbuskunden zahlen 0,50 Euro pro Kilometer. (bzj.)