Platz für Feuerwehr und Verwaltung in Friedrichsfelde

Blick auf das Areal in Alt-Friedrichsfelde: Das Gelände wird von der Hochschule für Wirtschaft und Recht sowie vom Bezirksamt Lichtenberg genutzt. Foto: Marcel Gäding
Blick auf das Areal in Alt-Friedrichsfelde: Das Gelände wird von der Hochschule für Wirtschaft und Recht sowie vom Bezirksamt Lichtenberg genutzt. Foto: Marcel Gäding

Eine der größten Feuerwachen des Bezirks ist in Friedrichsfelde geplant: Auf dem Gelände des Verwaltungsstandortes Alt-Friedrichsfelde 60 soll ein modernes Gebäude mit neun Fahrzeughallen entstehen. Außerdem ist vorgesehen, noch mehr Platz für das Bezirksamt Lichtenberg zu schaffen. Die Rede ist davon, dort weitere 350 zusätzliche Arbeitsplätze einzurichten.

„Bis heute gibt es im ganzen Ortsteil keine eigene Feuerwache, sodass Notfalleinsätze von den Wachen der umliegenden Ortsteile und Bezirke übernommen werden müssen. Der Bau der neuen Schwerpunktfeuerwache ist somit dringend erforderlich“, heißt es dazu von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Wie genau ein Teil des zehn Hektar großen Geländes künftig aussehen wird, soll nun im Rahmen zweier Wettbewerbe herausgefunden werden, die für die Feuerwache und den Verwaltungsneubau angesetzt sind. Diese sollen im Mai und im Juni starten. Europaweit aufgerufen sind Architekten und Landschaftsarchitekten, Ideen für die Gestaltung des einstigen Stasi-Geländes einzureichen. Bereits abgeschlossen ist ein sogenanntes Werkstattverfahren. In dessen Rahmen erarbeiteten drei Planer-Teams städtebauliche Entwürfe für den östlichen Teil des Geländes. Darüber hinaus zeigten sie Entwicklungsszenarien für das Gesamtgelände auf. Eine Jury entschied sich für die Vorschläge des „Studio Wessendorf“ mit dem „Studio RW“.

Der Entwurf sieht vor, die Feuerwehrgebäude entlang der Gensinger Straße zu errichten, das Bürodienstgebäude südlich dahinter. „Durch die zweiseitige Orientierung des Baukörpers zu einem „Eingangsplatz“ nach Süden sowie zum Feuerwehrgelände nach Norden ist den Verfasser*innen hier die Integration der Feuerwache in das Quartier gelungen“, heißt es zur Begründung. Während es im ersten Wettbewerb vornehmlich um die Lage der Gebäude auf dem zwei Hektar großen Grundstück ging, sollen in den beiden nun folgenden Ausschreibungen Vorschläge für die architektonische und landschaftsplanerische Gestaltung der Neubauten gesammelt werden. Geplant ist zudem, Bürgerinnen und Bürger über das Onlineportal „mein.berlin“ einzubeziehen. Bis zum 15. April können Wünsche und Anregungen online abgegeben werden.  

Der Baubeginn ist voraussichtlich 2023 vorgesehen. Die Feuerwache soll 2026 in Betrieb gehen. Wir berichteten im Februar 2020 darüber. (bzj.)