Pläne werden erneut ausgelegt

Rummelsburg/ Friedrichshain. Die Planfeststellungsunterlagen für das Straßenbahnprojekt am Ostkreuz, das die Boxhagener Straße direkt mit dem S- und Regionalbahnhof Ostkreuz verbinden soll, werden erneut ausgelegt. Dies entschied jetzt die Anhörungsbehörde der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) nach Vorlage eines überarbeiteten Schallschutzgutachtens durch die Vorhabenträgerin (BVG). Grund: Knapp 900 Einwendungen sind gegen das Projekt nach der ersten Auslegung Anfang 2018 eingereicht worden, insbesondere gegen die Streckenführung selbst und aus Lärmschutzgründen. Die Prüfung der Unterlagen durch die Anhörungsbehörde ergab, dass deutlich mehr Anrainer von dem Projekt betroffen sind, als es das Schallschutzgutachten bis dato angenommen hatte. Diese neuen Betroffenheiten erfordern eine zusätzliche Auslegung, um zum Planfeststellungsbeschluss zu kommen. Insbesondere der Streckenabschnitt durch die Sonntagstraße, vom Bahnhofsvorplatz am Ostkreuz bis zum Wühlischplatz, zeigt wegen zahlreicher Nachverdichtungen durch den Ausbau von Dachgeschossen eine andere Situation, als zunächst berechnet worden war. Die neue Straßenbahnstrecke soll 1,8 Kilometer lang sein und von der Boxhagener Straße, Holteistraße und Sonntagstraße über den Bahnhof Ostkreuz zur Marktstraße führen. Die Neubaustrecke soll den Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz besser an die umliegenden Wohngebiete anbinden.