Musik in der DDR und Zensur: Zeitzeugen gesucht

Alt-Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte Hohenschönhausen und der Fachhandel für Ereignisse kooperieren für das Projekt „Musik, Haft und Zensur in der DDR – Was haben Sie für „Ihre“ Musik riskiert?“ und möchten die Geschichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zum Thema Haft und Musik erfahren. Am 28. August 2021 veranstaltet die Gedenkstätte Hohenschönhausen ihren Tag der offenen Tür zum Thema Haft und Musik mit Konzerten, Filmen und Vorträgen. Vom 13. August bis zum 5. September 2021 präsentiert der Fachhandel für Ereignisse die Ausstellung Bone Music in der Villa Heike in Hohenschönhausen. Die Ausstellung handelt von mutigen jungen Menschen in der UdSSR der 1950-er Jahre, die verbotene Musik nach St. Petersburg schmuggelten, um sie dort auf Röntgenbilder zu pressen und so illegal vertreiben zu können. Ähnlich wie in der Sowjetunion, war Musik in der DDR einer strikten Zensur unterworfen: Die Lektoratskommission entschied über Musik im Radio. Das einzige Label für Popularmusik Amiga über Genehmigung von Aufnahmen auf Tonträgern. Kassetten aus dem Westen verschwanden an der Grenze. Konzerte mit systemkritischer Musik waren verboten. Wer seine Erinnerungen teilen möchte, sendet eine Mail an veranstaltungen@stiftung-hsh.de oder info@buero-doering.de