Roedeliusplatz soll Erinnerungs- und Gedenkort werden

Lichtenberg. Der Roedeliusplatz in Alt-Lichtenberg soll zu einem Erinnerungs- und Gedenkort umgestaltet werden. Das Bezirksamt sucht nun Künstler und hat einen entsprechenden Wettbewerb gestartet. Über ein berlin-brandenburgweites offenes Bewerbungsverfahren werden bis zu zehn Künstler beziehungsweise Künstlergruppen zur Teilnahme am Einladungswettbewerb ausgewählt. Bewerbungen können bis zum 29. Juni eingereicht werden. Erinnert werden soll unter anderem an die Opfer der Gerichtsbarkeit der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) und der später von der DDR-Staatssicherheit übernommenen Einrichtungen rund um den Platz. „Der Roedeliusplatz ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort“, sagt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke). Leider sei seine Vergangenheit durch die Zeit der SMAD als auch später der Staatssicherheit mit viel Leid verbunden. „Wir haben es uns deswegen zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der dort ehemals angesiedelten Institutionen aufzuarbeiten.“ Für die Realisierung der Kunst steht ein Gesamtbetrag von bis zu 140.000 Euro (brutto) inklusive sämtlicher Kosten für Honorare, Material- und Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten zur Verfügung.