Künstler verwandeln graue Wand in große Graffiti-Galerie

Bis vor Kurzem war die Lärmschutzwand der Gemeinschaftsunterkunft an der Märkischen Allee noch grau. Künstler und Jugendliche haben das nun geändert. Foto: Marcel Gäding
Bis vor Kurzem war die Lärmschutzwand der Gemeinschaftsunterkunft an der Märkischen Allee noch grau. Künstler und Jugendliche haben das nun geändert. Foto: Marcel Gäding

An der Paul-Schwenk-Straße in Marzahn ist in den vergangenen Tagen eine der größten Graffiti-Galerien Berlins entstanden.

Übergroße Lautsprecher, Noten und Schallplatten – das sind einige Motive, die jetzt die Außenmauer der Flüchtlingsunterkunft an der Ecke Paul-Schwenk-Straße und Märkische Allee zieren.

In den vergangenen Wochen ist auf einer Fläche von mehr als 600 Quadratmetern eine der größten Graffiti-Galerien Berlins entstanden. Daran wirkten nationale und internationale Künstler mit, aber auch Kinder und Jugendliche aus der Gemeinschaftsunterkunft sowie junge Menschen aus dem Jugendkulturzentrum „Die Klinke“, dem Jugendzentrum „Betonia“, dem „Jugendklub Wurzel“, dem Kulturhochhaus Marzahn, dem „Anna Landsberger – internationales Jugendzentrum“ und OUTREACH Mobile Jugendarbeit. Der Sportverein Berliner-Marzahner TSC e.V. beteiligte sich ebenfalls.

„Music on the Wall – eine Sommer-Symphonie der Farben“ lautet der Titel des Projekts, das vom Team „0815 INDUSTRIES“ umgesetzt wurde. Ursprünglich war die 180 Meter lange Wand errichtet worden, um die Bewohner der Unterkunft vor Lärm zu schützen. Mit dem Kunstprojekt habe man das Ziel verfolgt, „das einheitliche Grau der Wand gestalterisch aufzuwerten“.

Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle begrüßt das Projekt: „Hier entsteht mehr als nur eine bunte Wand. Es ist für viele Kinder und Jugendliche eine gute Gelegenheit, auf Gleichgesinnte zu treffen und neue Freundschaften zwischen gebürtigen Marzahnern und neu Hinzugezogenen zu schließen.“

Seit Anfang 2019 bietet die Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) Raum für 450 geflüchtete Menschen unterschiedlicher Nationen und Kultur. Ein mehrsprachiges Team von 13 Mitarbeitern kümmert sich um die vielfältigen Belange der Bewohner und unterstützt sie bei den alltäglichen Herausforderungen. (bzj.)