Krokodilhaus wird Ende des Jahres abgerissen

Friedrichsfelde. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erweitert seinen Forschungsbereich am Standort Alfred-Kowalke-Straße. Geplant ist, am nördlichen Rand des Tierparks ein neues Forschungsgebäude zu errichten. Es entsteht auf einer Teilfläche des früheren Krokodilhauses, das dafür abgerissen wird. Wie der Tierpark Berlin mitteilt, ermögliche „die Struktur der dortigen Anlagen keine zukunftsfähige Tierhaltung mehr und das 1987 eröffnete Gebäude ist mit seiner Einfachverglasung heute nicht mehr nachhaltig zu betreiben“. Das alte Gebäude sei allein für etwa 10 Prozent des gesamten Wärmebedarfs des 160 Hektar großen Tierparks verantwortlich und verbrauche so viel Energie wie rund 150 nicht sanierte Einfamilienhäuser. „Auch eine liebgewonnene Tierhaltung rechtfertigt nicht eine solche Energie- und Klimasünde, wie wir sie mit der Aufrechterhaltung dieses Gebäude begehen würden“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Deshalb stellen wir dem Leibniz-IZW diese Fläche gern für sein geplantes Erweiterungsgebäude zur Verfügung.“ Viele der bisher im Krokodilhaus untergebrachten Tiere seien bereits in das Alfred-Brehm-Haus umgezogen. Für andere steht ein Umzug innerhalb des Tierparks, in den Zoo oder in andere zoologische Einrichtungen in Kürze bevor. Der Abriss des Krokodilhauses soll Ende 2021 beginnen. Der Neubau des Forschungsgebäudes ist für 2023 geplant.