Kienbergpark: Zerstörungen kosten bereits 60.000 Euro

Erneut haben Unbekannte im Kienbergpark Schäden angerichtet. Vergangene Woche traf es einen Aufzugsschacht und ein Treppengeländer. Allein in diesem Jahr entstanden nach Darstellung der Grün Berlin GmbH durch die Zerstörungswut einiger Unbelehrbarer bereits Kosten von 60.000 Euro.

Erst vor wenigen Wochen war die Fassade des Wolkenhains – der beliebten Aussichtsplattform im Kienbergpark – beschmiert worden. Die jüngst festgestellten Schmierereien befinden sich nach Angaben der Grün Berlin GmbH auf einer Fläche von 180 Quadratmeter „und können nur durch Einsatz von technischen Geräten und Maschinen beseitigt werden“. Dafür muss der Wolkenhain jedoch gesperrt werden. Wann das soweit ist, will die Grün Berlin GmbH „zeitnah“ bekanntgeben. Die Kosten für die Instandsetzung sollen sich auf mehrere Tausend Euro belaufen. „Die zusätzlichen Aufwände für Reparaturarbeiten und Beseitigung von Vandalismusschäden müssen durch öffentliche Gelder zusätzlich finanziert werden“, erklärt das landeseigene Unternehmen, das auch die Gärten der Welt mit dem einstigen IGA Berlin 2017-Gelände bewirtschaftet.  

Der Wolkenhain befindet sich auf dem Areal des Kienbergparks und ist einer schwebenden Wolke nachempfunden, die begehbar ist. Von hier aus ergibt sich ein fantastischer Blick aus 140 Metern Höhe sowohl auf die Berliner Mitte als auch in die brandenburgische Kulturlandschaft hinein. Im Sockel des Bauwerks befindet sich ein Gebäude mit Gastronomie. Die spektakuläre Konstruktion besteht aus etwa 170 Stahlknoten, die die Verstrebung der Wolke zusammenhält. Die aus einer transluzenten Membran bestehende Wolke ruht in ca. 25 Metern Höhe auf schlanken Stahlstützen, die unregelmäßig wie die Stämme in einem Baumhain angeordnet sind. (bzj.)