Jugendverkehrsschule Lichtenberg: Freude über gespendetes Segway

Janet Gensch vom Trägerverein Wende-Punkt, SPD-Politiker Dirk Liebe, Polizeioberkommissar Torsten Rütz und Andreas Denecke von der Jugendverkehrsschule Lichtenberg bei der Übergabe des Segways. Foto: Marcel Gäding
Janet Gensch vom Trägerverein Wende-Punkt, SPD-Politiker Dirk Liebe, Polizeioberkommissar Torsten Rütz und Andreas Denecke von der Jugendverkehrsschule Lichtenberg bei der Übergabe des Segways. Foto: Marcel Gäding

Der Fuhrpark der Jugendverkehrsschule Lichtenberg bekommt Zuwachs. Künftig steht dort neben Fahrrädern, E-Bikes und Elektrorollern auch ein Segway für Übungen zur Verfügung. Gespendet wurde es vom Kommunalpolitiker Dirk Liebe aus Hohenschönhausen.

Rund 3.000 Euro kostet das Segway des Herstellers „ninebot“, das Dirk Liebe kürzlich an die Jugendverkehrsschule Lichtenberg am Standort Malchower Weg übergab. Das zweirädrige Fahrzeug hatte der SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 2 bei der Tombola des Seenfestes am 4. September gewonnen. Es wurde vom lokalen Fachhändler „Chopper & Scooter“ in der Konrad-Wolf-Straße zur Verfügung gestellt. „Dass ich gewonnen habe, konnte es selbst gar nicht glauben“, sagt Dirk Liebe. 25 Lose hatte er für je einen Euro gekauft. Als dann seine Nummern gezogen wurden, war die Freude groß. „Schnell kam mir der Gedanke, das Segway für einen guten Zweck zu spenden.“ Lange musste er nicht nach einem Abnehmer suchen. Denn in seinem Wahlkreis Alt-Hohenschönhausen befindet sich die Jugendverkehrsschule Lichtenberg.

In der Jugendverkehrsschule Lichtenberg erhalten Grundschüler ab der vierten Klasse von März bis Oktober nicht nur Theorieunterricht. Auf dem weiträumigen Gelände am Malchower Weg lernen sie auch, wie man sich im Straßenverkehr verhält, welche Gefahren es gibt. Am Ende winkt der Radfahrschein. „Im Schnitt kommen ein bis zwei Klassen pro Tag zu uns“, sagt Polizeioberkommissar Torsten Rütz. Gemeinsam mit seinem Kollegen, Hauptkommissar Myrko Bauer, ist er als Verkehrssicherheitsberater für die Verkehrsunfallprävention im Polizeiabschnitt 31 zuständig. „Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Unfallzahlen zu reduzieren und Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr vorzubereiten“, sagt Torsten Rütz.

Für den praktischen Unterricht stehen zahlreiche Fahrräder zur Verfügung, darüber hinaus zwei E-Bikes und zwei Elektroroller. Die Mitarbeiter der Jugendverkehrsschule Lichtenberg und die Verkehrssicherheitsberater der Berliner Polizei sind ganz angetan von der Segwayspende. „So etwas hatten wir auch noch nicht“, sagt Andreas Denecke. Er weiß, dass das Fahren mit einem Segway leichter aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Zum Beweis dreht Torsten Rütz einige Runden auf dem Platz und muss zunächst erst einmal das passende Gleichgewicht finden. „Das geht ganz schön in die Bauchmuskeln“, sagt der Polizeioberkommissar.

Nutzen dürfen das Segway insbesondere die „größeren“ Gäste der Jugendverkehrsschule Lichtenberg. Denn auf dem Areal am Malchower Weg gibt es nicht nur Unterricht für Grundschüler. Wer möchte, kann wochentags von 14 bis 16 Uhr auch kostenlos die verschiedenen Verkehrsmittel testen und probieren. „Gerade E-Bikes und Elektroroller können ein wahnsinniges Tempo haben und sind zudem lautlos“, berichtet Torsten Rütz. „Allerdings wird uns die Frage der Elektromobilität in Zukunft noch viel stärker beschäftigen“, sagt SPD-Politiker Dirk Liebe. „Die Jugendverkehrsschule Lichtenberg ist deshalb der richtige Ort, um die entsprechenden Fortbewegungsmittel in Ruhe und sicher auszuprobieren.“ (gäd.)