Hohenschönhausen bekommt eine freie Schule

Hohenschönhausen. Ab August startet in Hohenschönhausen die erste Schule in freier Trägerschaft. Die „Grundschule am Campus Hedwig“ befindet sich in der Hedwigstraße und wird von der SozDia-Stiftung betrieben. Die neue Grundschule wird zunächst in modernen Containern die Arbeit aufnehmen. Mit der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes am bereits bestehenden „Campus Hedwig“ wird in drei Jahren gerechnet, erklärte die SozDia-Stiftung. Zum Profil der evangelischen „Grundschule am Campus Hedwig“ gehöre sowohl die Demokratiebildung als auch das Miteinander verschiedener Glaubens- und Lebenswelten im ehemaligen Ostteil der Stadt, betont Michael Heinisch-Kirch, der Vorstandsvorsitzende der SozDia-Stiftung. Die Schule sei die erste in Verantwortung der Stiftung. Die „Grundschule am Campus Hedwig“ wolle außerdem als erste Schule im ehemaligen Ost-Berlin das Unterrichtsfach „Engagement und Gemeinschaft“ anbieten.  Die Schülerinnen und Schüler lernen unter anderem im Naturschutzgebiet, in Kitas oder Altenheimen die Arbeit vor Ort kennen und erfahren, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, sagt Heinisch-Kirch. Darüber hinaus arbeiten Schülerinnen und Schüler in Lernwerkstätten und Projekten mit persönlichen Wochenplänen. „Ziel ist es, ihnen individuelle Lernwege zu ermöglichen.“ So seien die Kinder optimal auf ihren weiteren Schul- und Bildungsweg vorbereitet, sagt die künftige Schulleiterin Julia Trévin.