Hoch hinaus an der Frankfurter Allee

Das Hochhaus an der Ecke Frankfurter Allee und Möllendorffstraße markiert den Eingang zum neuen Wohnpark "Am Rathauspark". Foto: Howoge/ BE Berlin GmbH/ Prof. Gerd Jäger
Das Hochhaus an der Ecke Frankfurter Allee und Möllendorffstraße markiert den Eingang zum neuen Wohnpark „Am Rathauspark“. Foto: Howoge/ BE Berlin GmbH/ Prof. Gerd Jäger

Die landeseigene HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft errichtet zwei neue Hochhäuser im Zentrum von Lichtenberg.

Die Frankfurter Allee gilt als wichtige Verbindung zwischen den Außenbezirken und der City Ost. Spätestens auf der Lichtenberger Brücke eröffnet sich Richtung Alexanderplatz ein wunderbarer Blick auf Lichtenberg, Friedrichshain und den Fernsehturm. Spätestens im Frühjahr kommenden Jahres wird das beeindruckende Panorama um zwei weitere Akzente komplettiert: Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft errichtet am Bahnhof Lichtenberg sowie an der Kreuzung Möllendorffstraße und Frankfurter Allee gleich zwei neue Hochhäuser.

Vor wenigen Tagen wurde am Bahnhof Lichtenberg der Grundstein für das 22-geschossige Wohnhaus gelegt, das im Frühjahr 2022 bezugsfertig sein soll. 394 Wohnungen sind geplant, 197 davon werden vom Land Berlin gefördert und als Sozialwohnungen angeboten. „Das Neubauvorhaben an der Frankfurter Allee 218 stellt sowohl für die HOWOGE als auch für den Bezirk Lichtenberg eine der bedeutendsten Projektentwicklungen im städtischen Wohnungsbau in Lichtenberg dar“, erklärt das landeseigene Wohnungsunternehmen. „Das neue Wohnhochhaus der HOWOGE wird das Gesicht Lichtenbergs verändern und fügt sich gleichzeitig hervorragend in seine neue Umgebung ein“, sagt Staatssekretär Sebastian Scheel (Die Linke). Die geförderten Wohnungen werden 6,50 bis 8,20 Euro pro Monat und Quadratmeter Kaltmiete kosten, alle anderen Wohnungen kosten im Schnitt 10 Euro pro Monat und pro Quadratmeter. Wegen der hohen Nachfrage sollen 75 Prozent Ein- bis Zwei-Raum-Wohnungen werden. Auf dem Dach des Hochhauses am Bahnhof Lichtenberg entsteht eine Photovoltaikanlage. Den Bewohnern stehen zudem Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung. Der nahezu autofreie Wohncampus erhalte zudem einen Fitnessparcours und Erholungsflächen, erklärt die HOWOGE.

Bei guter Sicht können die Bewohner des Hochhauses am Bahnhof Lichtenberg direkt in das zweite neue HOWOGE-Hochhaus an der Ecke Frankfurter Allee und Möllendorffstraße schauen. Es ist Teil des Quartiers „Am Rathauspark“, das aus sechs Gebäuden besteht. Die ersten Häuser werden bereits bewohnt. Das Hochhaus nahe dem Ring-Center soll Gewerbe und Büros beherbergen und das neue Quartier gleichzeitig vor Lärm schützen. In den Wohngebäuden finden 251 Wohnungen Platz, 126 davon öffentlich gefördert. Zwischen den Wohn- und Gewerbegebäuden entstehen autofreie Höfe mit Vorgärten sowie Spiel- und Grünflächen. Für die HOWOGE ist das Projekt von großer Bedeutung: Am Sommer kommenden Jahres verlegt sie ihre Firmenzentrale von der Ferdinand-Schultze-Straße dorthin – und darf zugleich eine wohlklingende Adresse nutzen: Stefan-Heym-Platz 1, benannt nach dem Schriftsteller (1913-2001). (bzj.)