Brückensäulen sollen erhalten bleiben

Karlshorst. Zwei gusseiserne, historische Stützpfeiler der Karlshorster Bahnbrücke sollen langfristig erhalten bleiben. Das schlägt die bezirkliche CDU-Fraktion vor. Sie fordert das Bezirksamt auf, sich bei der Deutschen Bahn AG für eine kostenlose Übernahme dieser technischen Denkmale einzusetzen.

Die nach dem Ingenieur Hugo Hartung benannten Hartungschen Säulen wurden 1880 zur Regelausführung für Eisenbahnbrückenstützen im Berliner Raum bestimmt. Sie waren mit dem Kapitell und dem Sockel über Kugelgelenke verbunden, um Schwingungen der Brücke auszugleichen. Mit der Eröffnung des neuen Vorortbahnhofs Karlshorst im Jahr 1902 ruhte auch die bisherige Brücke über die Treskowallee auf derartigen Pendelstützen, von denen heute nur noch wenige komplette Exemplare vorhanden sind.

Seit dem Abbau der Säulen bemüht sich der Bürgerverein Berlin-Karlshorst e.V. auf verschiedenen Ebenen, diese Zeugnisse hoher Ingenieurbrückenbaukunst des vorigen Jahrhunderts für die Nachwelt zu erhalten. Die CDU-Fraktion schlägt nach einer Sanierung die Aufstellung auf einer bezirkseigenen Fläche vor, vorrangig im Hof des Lichtenberger Heimatmuseums.

Zur Darstellung des technischen Zusammenhangs sollte nur eine Säule aufgestellt, die zweite Säule in den drei Einzelteilen (Kapitell, Schaft, Sockel) davorgelegt werden, findet die CDU-Fraktion.