Schloss Biesdorf würdigt Ronald Paris

Ronald Paris vor Schloss Biesdorf. Foto: Marcel Gäding
Ronald Paris vor Schloss Biesdorf. Foto: Marcel Gäding

„Bilder vom Sein – Arbeiten aus sechs Jahrzehnten“ lautet der Titel einer Ausstellung, mit der die bezirkliche Galerie im Schloss Biesdorf das künstlerische Wirken von Ronald Paris würdigt. Der 1933 geborene Künstler gehöre zu den „herausragenden Malern und Grafikern seiner Generation“. Gezeigt werden Malerei und Zeichnungen, die „beispielhaft für das Lebenswerk des Künstlers“ stehen. Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Gerlinde Förster.

Das Werk des Künstlers umfasst Gemälde und Zeichnungen, Grafiken und Collagen, Glasmalerei, Gobelins, Bühnenbilder sowie baubezogene Arbeiten im öffentlichen Raum. Künstlerisch gleichrangig neben großformatigen Arbeiten an exponierten Orten sind die auf der Staffelei im Atelier geschaffenen, häufig durch Literatur, Theater und Reisen inspirierten Bilder und Grafiken.

„Paris braucht das Erlebnis der Landschaft, die menschliche Gestalt, und er braucht die damit verbundene Geschichte“, erklärt die Galerie im Schloss Biesdorf. Das Verlangen, den Menschen vom Wesen her zu begreifen, hinter die Gründe und Abgründe seines Tuns zu kommen, ist die eigentliche Triebkraft, die das Entstehen seiner Bildwelt bis heute antreibe. „Er sucht den Rückgriff auf antike Gestalten und Mythen, ist von den Dramen Shakespeares bis zur Dichtung Volker Brauns inspiriert und greift dieses Material auf für seine künstlerischen Deutungen.“

Eine wichtige Facette seines Werks seien die Porträts von Ronald Paris, der einst Meisterschüler von Otto Nagel war und seinen Lehrer ebenso verewigte wie Ernst Busch, Hanns Eisler, Heiner Müller, Harry Kupfer und Inge Keller.

Die Ausstellung „Bilder vom Sein – Arbeiten aus sechs Jahrzehnten“ ist vom 14. Juni bis 14. August in der ersten Etage von Schloss Biesdorf, Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin, zu sehen. Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Sa, So 10-18 Uhr, Fr 12-21 Uhr. (bzj.)