Schloss Biesdorf öffnet wieder – allerdings nur online

Das Schloss Biesdorf öffnet wieder, allerdings nur online: Wegen der Corona-Krise stellt die bezirkliche Einrichtung an der Bundesstraße 1 nun ihren Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb um und präsentiert ihre Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ online.

Wer keine Gelegenheit hatte, die Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ live zu sehen, kann das jetzt online unter www.sehnsuchtnachdemjetzt.de nachholen. „Der virtuelle Rundgang umfasst 13 kurze Filme durch die Räume, textliche Informationen und Fotos zu den einzelnen Arbeiten“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf.

Die Ausstellung „Sehnsucht nach dem JETZT“ im Schloss Biesdorf sei der erste Teil einer dreiteiligen Ausstellung in Berlin, Dresden und Düsseldorf. Die Ausstellungsreihe kreist um das JETZT, diesen schwer fassbaren Moment des Gegenwärtigen. Damit das JETZT (be)greifbar werden kann, muss das, was davor und das, was danach liegt, mitgedacht werden. Diese drei Phasen – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – bilden folgerichtig die Schwerpunkte der Ausstellungsreihe, wobei jeder Zeit eine kulturelle und gesellschaftspolitische Dimension zugeordnet wird.

Gezeigt werden im Rahmen der Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ Arbeiten von Atsushi Fukunaga, Renate Herter, Andreas Kempe, Ulrike Kötz, Bärbel Möllmann, Ulrike Möschel, Julia Murakami, Daniel Rode, Andreas Sachsenmaier, Thyra Schmidt, Joachim Seinfeld, Axel Töpfer/Jo Preußler, Rebecca Ann Tess, Klaus Walter, André Werner und Sinta Werner.

Am 4. April wird es zudem von 16 bis 17.30 Uhr eine Online-Diskussion zur Ausstellung geben. Sie ist auf der Plattform „Berlin alive“ abrufbar. Dabei geht es um Fragen wie: „Wie gehen zeitgenössische Künstler*innen mit dem Thema Zeit um? Wie beeinflussen die digitalen Medien die Wahrnehmung von Zeit?“ Ab Sonntag steht die Diskussion ebenfalls auf der Webseite des Schlosses und auf sehnsuchtnachdemjetzt.de zum Nachhören bereit. Es diskutieren Sabine Maria Schmidt (Moderatorin, Kunstkritikerin), Andreas K. Öhler (Autor und Journalist „Die Zeit“), Jo Preußler (Künstler) Renate Herter (Künstlerin) und Bärbel Möllmann (Mit-Kuratorin der Ausstellung).

Auch der Katalog zur Ausstellung (der kein Katalog, sondern eine Zeitung ist) kann online gelesen werden: https://t1p.de/sehnsucht (bzj.)