Radverkehr: mehr als 1.100 neue Stellplätze bis 2030

Die Fahrradstellplätze am S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf reichen bereits jetzt schon nicht mehr aus. Archivfoto: Marcel Gäding
Die Fahrradstellplätze am S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf reichen bereits jetzt schon nicht mehr aus. Archivfoto: Marcel Gäding

Gute Nachrichten für Radfahrer in Marzahn-Hellersdorf: Die Zahl der Stellplätze soll sich an den S- und U-Bahnhöfen des Bezirks spürbar erhöhen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) hervor.

Mit dem Rad zum Bahnhof, mit der U- oder S-Bahn weiter zur Arbeit in die Innenstadt – das praktizieren jeden Tage Tausende Menschen in Marzahn-Hellersdorf. Allerdings wird es für Radfahrer zunehmend schwer, vor dem Umstieg in öffentliche Verkehrsmittel einen Stellplatz für das Fahrrad zu finden. Besonders angespannt ist die Situation am S- und Regionalbahnhof Mahlsdorf sowie am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz.

Doch in absehbarer Zeit soll sich die Situation entspannen, wenn die Vorhersagen von Verkehrsstaatssekretär Igmar Streese (Bündnis 90/ Die Grünen) in die Tat umgesetzt werden sollten. Bis zum Jahr 2030 könnten demnach mindestens 1.123 neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen entstehen.

Streese bezieht sich bei den jetzt in der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) veröffentlichten Daten auf eine Bedarfsuntersuchung aller 19 S- und U-Bahnhöfe in Marzahn-Hellersdorf. Für sechs Stationen – Mahlsdorf, Ahrensfelde, Hellersdorf, Biesdorf, Elsterwerdaer Platz und Kaulsdorf – liegen mittlerweile Zahlen vor: Dort gibt es in Summe 1.413 Fahrradstellplätze. Der Bedarf an Plätzen ist jedoch deutlich höher und liegt aktuell bei 2.203. Im Laufe dieses Jahres soll die Untersuchung für die übrigen 13 U- und S-Bahnhöfe abgeschlossen sein.

Wenig Platz am Bahnhof Mahlsdorf

Bislang lässt sich sagen: Während der Bedarf an neuen Stellplätzen in Ahrensfelde, Biesdorf und Hellersdorf inzwischen gedeckt ist, haben die Stationen Mahlsdorf, Elsterwerdaer Platz und Kaulsdorf noch zu wenige Stellflächen. Beispiel Mahlsdorf: Dort gibt es 257 Fahrradstellplätze, nötig wären jedoch mindestens 1.024. Am Elsterwerdaer Platz stehen derzeit 188 Fahrradstellplätze zur Verfügung, der Bedarf liegt jedoch bei 322.

Erst wenn die Ergebnisse für alle Bahnhöfe vorliegen, können Senat und Bezirk auf der Datengrundlage Entscheidungen für neue Stellplätze treffen. Unterstützt werden sie dabei von der GB infraVelo GmbH, ein Tochterunternehmen der landeseigenen Grün Berlin GmbH.

Kristian Ronneburg hofft, dass möglichst schon im kommenden Jahr „an den Bahnhöfen mit dem höchsten Bedarf neue Stellplätze“ geschaffen werden. „Nach den bisherigen Erkenntnissen hat der Bahnhof Mahlsdorf den größten Bedarf, gleichzeitig gibt es jedoch Probleme bei der Flächenverfügbarkeit“, erklärt der Abgeordnete. Auch am Elsterwerdaer Platz sei das Potenzial sehr hoch. „Wir setzen uns als LINKE dafür ein, dass auf dem versiegelten Elsterwerdaer Platz als erster Schritt für eine Neugestaltung ein modernes Fahrradparkhaus entsteht.“ (gäd.)