Grundschule am Schleipfuhl: alles muss raus!

Ein Kran hievt einen Container für eines von vier vorübergehenden Schulhäusern auf das Grundstück neben der Grundschule am Schleipfuhl. Foto: Marcel Gäding
Ein Kran hievt einen Container für eines von vier vorübergehenden Schulhäusern auf das Grundstück neben der Grundschule am Schleipfuhl. Foto: Marcel Gäding

Weil die Grundschule am Schleipfuhl saniert wird, entsteht nun innerhalb weniger Wochen ein Ausweichquartier. In Containern soll Platz für zwölf Klassenräume sowie eine Mensa geschaffen werden.

Im Halbstundentakt fahren Sattelschlepper vor: Jeder von ihnen hat einen Container geladen, sauber verpackt in weißer Folie. Ein Kran hievt jeden von ihnen an seinen Platz, bis schließlich aus zwölf dieser vorgefertigten Räume ein neues Schulhaus entsteht. Es geht Schlag auf Schlag, denn bis zum Beginn des neuen Schuljahres sollen die temporären Gebäude der Grundschule am Schleipfuhl in Betrieb genommen werden.

Die Zeit drängt, denn schon im August beginnt die Sanierung von einem der beiden bisherigen Hauptgebäude, die 1989 beziehungsweise 1994 errichtet wurden. „Nach Abschluss der Sanierung ist der Gebäudeteil (Haus B) wieder bezugsfertig und wird nach derzeitigen Planungen im September 2021 an die Schulgemeinschaft übergeben“, heißt es in einem Brief des Marzahn-Hellersdorfer Bildungsstadtrates Gordon Lemm (SPD) an die Eltern. Anschließend werde mit der Sanierung von Haus A begonnen, die vermutlich Ende 2022 abgeschlossen ist. Gut 4,8 Millionen Euro investiert der Bezirk in die Arbeiten.

Lemm bezeichnet die Sanierung der Grundschule am Schleipfuhl als „große logistische Herausforderung“. Daher sollen die Container auf dem Nachbargrundstück mindestens zwei Jahre lang als Ausweichstandort dienen. „Jeder Klassenraum wird mit einem Smartdisplay und neuem Schulmobiliar ausgestattet“, sagt Lemm. Dafür stelle der Bezirk 250.000 Euro zur Verfügung.

Derzeit gibt es an den Containern noch Feinarbeiten auf dem Dach sowie im Innenbereich. Die für die bezirklichen Gebäude zuständige Bezirksstadträtin Juliane Witt (Die Linke) sagt, das parallel die Asphalt- und Zaunarbeiten erledigt werden. Schon vom 20. Juli an soll dann alles möbliert werden. Nach jetzigem Stand kann die Schule am 3. August die Schlüssel für die drei Schulcontainer und am 17. August für die Mensa erhalten.

Die vorübergehenden Klassenräume sollen allen notwendigen Komfort bieten. Es handele sich nicht um Container, die einst als Tempohomes für die zeitweise Unterbringung geflüchteter Menschen genutzt wurden, und auch nicht um Baucontainer. Vielmehr seien sie direkt für den Bezirk hergestellt worden. (gäd.)