Sportforum Berlin: neuer Eingang für die Eisschnelllaufhalle

Simulation des Anbaus im Sportforum. Foto: Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin
Simulation des Anbaus im Sportforum. Foto: Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin

Im Herbst 2022 könnten die Bauarbeiten für die Erweiterung der Eisschnelllaufhalle auf dem Gelände des Sportforums Berlin beginnen. Inzwischen steht fest, wie das neue Eingangsgebäude aussehen wird.

Das Berliner Architektenbüro Nieto Sobejano Arquitectos GmbH konnte sich im Rahmen eines sogenannten nichtoffenen Realisierungswettbewerbs unter 15 Planern mit seinen Entwürfen durchsetzen. Der ovale Anbau wird direkt neben die Eisschnelllaufhalle gesetzt und bildet künftig den Haupteingang zum Gebäude. Dort können Besucher Schlittschuhe ausleihen. Platz ist für Büros, Duschen, Umkleiden, Toiletten sowie eine Physiotherapie vorgesehen. „Die Nutzungsfläche von 2.406 Quadratmeter enthält unter anderem Trainingsstätten für die athletische Ausbildung und einen funktionalen Bereich“, heißt es von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die den Wettbewerb ausgelobt hat. „Mit dem Zusammenspiel von Bestandshalle und Neubau soll die Eisschnelllaufhalle eine eigenständige, wahrnehmbare Adresse bekommen und die Zuwegungen für unterschiedliche Nutzer neu strukturiert werden.“

Der futuristisch anmutende Neubau mit den olympischen Ringen an der Fassade soll gut 11,5 Millionen Euro kosten und wird aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der wachsenden Stadt und Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA III) finanziert. Begonnen werden soll im dritten Quartal 2022. Die Wettbewerbsarbeiten werden ab dem 11. August im Sportforum Berlin öffentlich ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Mit der Erweiterung beginnt die schrittweise Umgestaltung des gut 500.000 Quadratmeter großen Sportforum Berlin, auf dem sich unter anderem 35 Sporthallen befinden, die von gut 50 Vereinen genutzt werden. Die Eisschnelllaufhalle gehört zu den jüngeren Gebäuden auf dem Areal, wurde 1986 als erste überdachte Eisbahn Europas eröffnet. Noch in diesem Jahr will das Land Berlin einen „städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb“ ausloben, in dessen Rahmen „visionäre Ideen und Entwürfe zur nachhaltigen Entwicklung des nationalen Spitzensportzentrums“ gesucht werden. Ziel ist ein Rahmenplan, an dem sich die künftige Gestaltung des Sportforums orientiert und der zudem die Modernisierung vorhandener Sportanlagen berücksichtigt. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr kommenden Jahres erwartet. (gäd.)