Die Deutsche Bahn AG hat am Freitag in Rummelsburg ihre neue ICE-Instandhaltungsanlage eröffnet. Gut 40 Millionen Euro flossen in die moderne Werkstatt, in der auf vier Ebenen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Von Marcel Gäding.

1,75 Meter tief ist die Arbeitsgrube der neu eröffneten ICE-Instandhaltungshalle in Rummelsburg. Foto: Marcel Gäding
1,75 Meter tief ist die Arbeitsgrube der neu eröffneten ICE-Instandhaltungshalle in Rummelsburg. Foto: Marcel Gäding

RUMMELSBURG. Man kann nicht sagen, dass die Bahn immer pünktlich ist. Für ihre neue ICE-Instandhaltungsanlage in Rummelsburg lief jedoch alles nach Plan. Am Freitag eröffnete Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende von DB Fernverkehr, gemeinsam mit Berlins Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) die umgebaute Werkstatt – nach Darstellung der Deutschen Bahn die modernste ihrer Art in der Bundesrepublik.

Gut drei Jahre hatte der Um- und Ausbau der Halle an der Wallensteinstraße gedauert. 40 Millionen Euro investierte die Deutsche Bahn in das Gebäude, das nach dem Ende der Arbeiten hell, freundlich und vor allem angenehm beheizt ist. In der „Triebzughalle“, wie der Komplex offiziell heißt, werden die ICE-Züge der neuesten Baureihe gewartet. Dafür arbeiten die Bahn-Mitarbeiter auf vier Ebenen: Während das Bordrestaurant mit Lebensmitteln und Getränken bestückt wird, können andere Kollegen parallel den Zug von innen und außen reinigen sowie die Fahrzeuge warten. Vier Arbeitsebenen stehen dafür bereit. Angeschlossen ist Rummelsburg an alle Berliner Fernbahnhöfe. „Mit dem Umbau dieser Halle haben wir für unser Aushängeschild eine Heimat geschaffen“, sagte Birgit Bohle zur Eröffnung.

Mit der 370 langen „Triebzughalle“ will sich die Deutsche Bahn für den hart umkämpften Markt im Fernverkehr rüsten. Ziel ist es, Wartung und Reinigung der Züge zu straffen, damit diese schnell wieder auf die Strecke kommen können. Birgit Bohle sprach von „mehr Qualität für unsere Kunden“ und davon, „mehr Kunden für uns zu begeistern“. Vor allem mit dem wachsenden Angebot an Fernbusverbindungen hat das Unternehmen zu kämpfen. Im Rahmen einer Service- und Zukunftsoffensive hatte Bahnchef Rüdiger Grube erst vor wenigen Monaten eine Investitionsoffensive angekündigt.

Der ursprüngliche Bau der neuen ICE-Halle war 1985 eröffnet worden – allerdings für neue ICE-Züge wegen der einstigen Länge von 270 Metern zu kurz. Auch die technische Ausstattung des Gebäudes war in die Jahre gekommen.

veröffentlicht am 29. Januar 2016

ICE-Werkstatt in Rummelsburg: warm, hell und effektiv
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