Schon in den kommenden Tagen sollen im früheren Telekom-Gebäude an der Köpenicker Allee die ersten von rund 300 geflüchteten Menschen einziehen. Das Bezirksamt wird die Karlshorster darüber am Mittwoch in einer kurzfristig anberaumten Bürgerversammlung informieren.

Der Bezirk Lichtenberg heißt Flüchtlinge in Karlshorst willkommen. Foto: Marcel Gäding
Der Bezirk Lichtenberg heißt Flüchtlinge in Karlshorst willkommen. Foto: Marcel Gäding

KARLSHORST. Bei der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge greift das Landesamt für Soziales jetzt auch auf leerstehende Gebäude zurück. Wie das Bezirksamt Lichtenberg am Montagnachmittag mitteilte, sollen in den kommenden Tagen die ersten von rund 300 Flüchtlingen in das einstige Telekom-Gebäude an der Köpenicker Allee ziehen. „Das Bezirksamt sieht Gebäude und Umfeld mit seiner aktiven Bürgergesellschaft als geeignet an, um dort geflüchtete Menschen unterzubringen und ihnen nach der Flucht einen ersten angstfreien Raum zu bieten“, erklärten Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) und ihr Stellvertreter Dr. Andreas Prüfer (DIE LINKE). In Karlshorst gebe es bereits eine engagierte Willkommensinitiative, die schon im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit angekündigt hat.

Am Mittwoch ist eine Anwohnerversammlung geplant, auf der das Bezirksamt, Mitglieder der Willkommensinitiative und das Landesamt für Gesundheit und Soziales informieren wollen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in die Kirche der Paul-Gerhardt Gemeinde an der Weseler Straße 6. Eingeladen sind in erster Linie Anwohnerinnen und Anwohner des Kiezes um die Waldowallee und die Köpenicker Allee. Sie werden gebeten, einen Personalausweis mitzubringen. „Für ortsfremde Personen ist die Veranstaltung nicht geöffnet“, erklärt das Bezirksamt.

„Gemeinsam mit den Karlshorsterinnen und Karlshorstern und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales wollen wir einen Beitrag leisten, um die Situation zu entspannen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Monteiro und Prüfer. „Dafür ist uns wichtig, insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner der geplanten Unterkunft so ausführlich wie möglich zu informieren. Wir wollen die besten Voraussetzungen für ein zukünftiges nachbarschaftliches Zusammenleben schaffen.“

veröffentlicht am 3. August 2015 | Autor: Nachrichtenredaktion

Karlshorst bekommt Unterkunft für Flüchtlinge