Berlin will die Spiele, zumindest sehen das 55 Prozent der Bevölkerung so, wenn man einer Umfrage glauben darf. Eine große Mehrheit sieht anders aus. Das Ergebnis passt jedoch in das Stimmungsbild der Stadt. Wie zuletzt beim Tempelhofer Feld gibt es Befürworter und Gegner. Das Bezirks-Journal lässt beide Seiten zu Wort kommen, zum einen die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, zum anderen die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Gabriele Hiller. Von Marcel Gäding

Das Logo der Olympia-Kampagne. Foto: Berlin Partner
Das Logo der Olympia-Kampagne. Foto: Berlin Partner

Die Lager sind klar verteilt: Ein Bündnis aus SPD, CDU und Sportverbänden spricht sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Berlin aus. Karin Halsch, die Vorsitzende des Sortausschusses im Abgeordnetenhaus, sagt: „Im Gegensatz zu Hamburg bringt Berlin die besten Voraussetzungen mit, um 2024 oder 2028 die Olympischen und Paralympischen Spiele auszurichten. Wir haben ein saniertes, modernes Olympiastadion und verfügen mit Sportstätten wie der Alten Försterei, dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, dem Olympiastützpunkt in Hohenschönhausen, der O2-World am Ostbahnhof, der Max-Schmeling-Halle und dem Velodrom über eine solide, dezentrale Infrastruktur.

 An die Spitze der Gegenbewegung stellt sich Gabriele Hiller, sportpolitische Sprecherin der LINKE im Abgeordnetenhaus. Sie sagt: „Die SPD-CDU-Koalition hat schon einmal OS in den Sand gesetzt, 1993. Seitdem sind u.a. der Bankenskandal und Verkauf der Wasserbetriebe gewesen. Hat man daraus nichts gelernt? In Ermanglung gegenwärtiger Erfolge in der Arbeit stürzt sich der Senat schon wieder in ein Finanzierungsabenteuer. Ich finde, das muss verhindert werden! In der Politik gibt es große Einigkeit, Themen wie die Schaffung barrierefreier Sportanlagen und Verkehrsmittel anzugehen. Das geht auch ohne olympisches Beiwerk!“

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