In Wartenberg ist am Dienstagabend der dritte Lichtenberger Pflegestützpunkt eröffnet worden. Im Seniorenheim „Helmut-Böttcher-Haus“ an der Woldegker Straße 5 erhalten Angehörige von Pflegebedürftigen, aber auch Pflegebedürftige selbst künftig kostenlose und unabhängige Informationen, Beratung und Unterstützung rund um die Pflege. Von Marcel Gäding.

Eröffneten den dritten Lichtenberger Pflegestützpunkt: Karin Halsch, Priska Junkersdorf (Geschäftsführerin der Pflegestützpunkte), Birgit Monteiro, Dirk Gerstle, Danny Feymark und Kerstin Beurich (v.l.n.r.). Foto: Marcel Gäding
Eröffneten den dritten Lichtenberger Pflegestützpunkt: Karin Halsch, Priska Junkersdorf (Geschäftsführerin der Pflegestützpunkte), Birgit Monteiro, Dirk Gerstle, Danny Feymark und Kerstin Beurich (v.l.n.r.). Foto: Marcel Gäding

WARTENBERG. Kerstin Beurich (SPD) ist erleichtert. „Lange haben wir gekämpft, dass wir einen dritten Pflegestützpunkt bekommen“, sagte die Lichtenberger Sozialstadträtin am Dienstagabend. Bislang gab es solche Einrichtungen nur an der Einbecker Straße und an der Rummelsburger Straße. Hohenschönhausen hingegen war bislang ein weißer Fleck auf der Karte der Pflegestützpunkte in Berlin.

Der Pflegestützungpunkt im Helmut-Böttcher-Haus ist die 30. Einrichtung, in der Angehörige, aber auch Betroffene Rat und Tat in Sachen Pflege erwarten dürfen. „Damit sind wir wieder einen Schritt weiter in der Versorgung der Menschen mit Beratungsangeboten, wieder einen Schritt weiter hin zu 36 Standorten“, sagte Berlins Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle (CDU). Berlin sei eine wachsende Stadt, aber auch eine alternde Stadt. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Menschen über die sich wandelnden Angebote in der Pflege informieren.“ Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) ist froh, dass diese Angebote dort unterbreitet werden, „wo die Menschen keben“. Denn aktuelle Zahlen belegten, dass gut die Hälfte der Ratsuchenden sich selbst um die eigene Pflege kümmerten.

In der Tat sollen in den Pflegestützpunkten nicht nur Angehörige von pflegebedürftigen Menschen Hilfe und Unterstützung bekommen. Explizit geht es auch darum, von Pflege abhängigen Berlinern so lange wie möglich ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Mehrere Jahre hatten Bezirks- und Landespolitiker sich dafür engagiert, dass im Norden Lichtenbergs – in Hohenschönhausen – ein Pflegestützpunkt eingerichtet wird. Auf Landesebene hatte der CDU-Abgeordnete Danny Freymark (CDU) mit Nachdruck eine solche Einrichtung gefordert; auf Bezirksebene ließ der SPD-Sozialpolitiker Fritz Wolff nicht locker. Auch seine Abgeordnetenhauskollegin Karin Halsch (SPD) bezeichnete die Eröffnung eines Pflegestützpunktes in Hohenschönhausen als längst überfällig. Das erklärt auch, warum am Dienstagabend viele Lichtenberger zur Eröffnung kamen – unter ihnen der Vorsitzende der Seniorenvertretung, Jürgen Steinbrück, Linksfraktionsvorsitzende Hendrikje Klein, Sozialausschussvorsitzender Dirk Liebe (SPD) und Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung.

 Das bieten die Pflegestützpunkte:

Die Pflegestützpunkte in Berlin informieren darüber, welche Hilfen es für ein selbstbestimmtes Leben zu Hause gibt, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, wie eine Wohnung an die Bedürfnisse angepasst werden kann und welche Hilfsmittel den Alltag erleichtern. Außerdem beraten die Mitarbeiter der Pflegestützpunkte über geeignete Wohnformen, über Angebote für Menschen mit Demenz und darüber, wie Angehörige eines zu pflegenden Menschen entlastet werden können. Träger der Pflegestützpunkte sind die Berliner Kranken- und Pflegekassen sowie das Land Berlin.

Hier gibt es Pflegestützpunkte in Lichtenberg:

  • Einbecker Straße 85, 10315 Berlin, Tel. 030 9831763-0
  • Rummelsburger Straße 13, 10315 Berlin, Tel. 030 259357955
  • Woldegker Straße 5, 13059 Berlin, Tel. 030 23980208 (im Helmut-Böttcher-Haus)

Sprechzeiten: Dienstag, 9-15 Uhr und Donnerstag 12-18 Uhr sowie nach Vereinbarung

Weitere Informationen:

Webseite der Pflegestützpunkte in Berlin

veröffentlicht am 18. November 2015

Pflegestützpunkte in Lichtenberg: dritte Einrichtung eröffnet