Wie sicher ist Hohenschönhausen? Zumindest was Gewaltdelikte betrifft, muss man sich im nördlichen Teil von Lichtenberg nicht fürchten. Von Licht und Schatten in der Statistik spricht Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt allerdings. Denn die Polizei muss sich mit zunehmenden Einbrüchen und Autodiebstählen herumschlagen, wie Kandt vergangene Woche im Rahmen einer von der SPD-Abgeordneten Karin Halsch organisierten Podiumsdiskussion berichtete.

Klaus Kandt und Karin HalschHOHENSCHÖNHAUSEN. Gegenwärtig registriert die Berliner Polizei im Zusammenhang mit sogenannten Eigentumsdelikten einen Anstieg, sagte Kandt. Dennoch beruhigte der Polizeichef die Zuhörer: „Berlin ist sicher, auch im internationalen Vergleich.“ Dietmar Ziege, Chef des Polizeiabschnitts 61, sagte, dass „die Gefahr, in Hohenschönhausen Opfer einer Straftat zu werden geringer ist als in anderen Berliner Gegenden“.

Besonders gravierend ist der zunehmende Autoklau. Kriminelle überwinden selbst GPS-Sicherungen an Fahrzeugen und Wegfahrsperren, die innerhalb weniger Sekunden geknackt werden. Betroffen sind längst nicht mehr nur Besitzer teurer Autos, auch die relativ preiswerten Fahrzeuge stehen auf der Beliebtheitskala ganz oben. „Hinzu kommen die Eigentumsdelikte in den Stadtrandsiedlungen“, erklärt Ziege. Auch werden immer wieder Autos aufgebrochen, um an darin liegende Wertsachen zu gelangen. „Wir können daher nur davor warnen, Wertgegenstände im Auto zu lassen.“

veröffentlicht am 28. Oktober 2014 | Autor: Marcel Gäding | Foto: Marcel Gäding

Hohenschönhausen: Einbrüche und Autoklau nehmen zu