BZJ_04_2014 Belle Epoque
An der Ferdinand-Schultze-Straße entstehen voraussichtlich 241 neue Quartiere. Viele davon haben einen eigenen Garten. Der Projektentwickler verspricht ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis.

Ein neuer Wohnpark in Alt-Hohenschönhausen: An der Ferdinand-Schultze-Straße entstehen voraussichtlich 241 neue Quartiere. Viele davon haben einen eigenen Garten. Der Projektentwickler verspricht ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis.

Die seit Jahrzehnten brachliegende Fläche an der Ecke Ferdinand-Schultze-Straße und Schleizer Straße soll schon bald einem Wohnpark weichen. Auf dem einstigen Gelände der Gärtnerei „Weiße Taube“ ist der Bau von 241 Wohnungen geplant. Wie Projektentwickler Torsten Nehls von der Belle Époque Gruppe dem Bezirks-Journal mitteilte, handelt es sich um das größte Neubauvorhaben seines Unternehmens. Geplant sind bezahlbare Mietwohnungen, von Belle Époque auch „Volkswohnungen“ genannt.

Derzeit sollen im Rahmen eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans die Voraussetzungen für den Baustart geschaffen werden. „Wir planen qualitativ hochwertige Wohnungen zu einem vernünftigen Preis-/ Leistungsverhältnis“, sagt Torsten Nehls. Bewusst habe man sich für Mietwohnungen entschieden, da diese in Berlin fehlten. Die kleinste Wohnung mit anderthalb Zimmern soll eine Fläche von etwa 40 Quadratmetern haben. Das größte Quartier ist eine Maisonette-Wohnung, die sich über 145 Quadratmeter erstreckt und über einen kleinen Garten verfügt. Im Gegensatz zu den Nachbarwohnanlagen „Weiße Taube“ verzichtet Nehls mit seinen Architekten auf geschlossene Wohnblöcke. Stattdessen sehen die Entwürfe nach Süden gerichtete offene Wohnhöfe vor. Öffnungen sind zudem auch oberhalb der zweiten Wohnebene vorgesehen. Auf diese Weise soll das Sonnenlicht optimal genutzt werden. In der Nachbarschaft hingegen werfen die Wohnhäuser sehr viel Schatten auf Spielplätze und Terrassen. Vieles in der Planung für die Volkswohnungen basiert auch auf Wünschen von Bewohnern der umliegenden Quartiere, mit denen Nehls Kontakt gesucht hat. Auf diese Weise entstand eine „Wunschliste“.

Licht und Luft sollen den Charakter der vier- bis fünfgeschossigen Anlage ausmachen. Für Familien sind rund 60 Maisonette-Wohnungen meist mit einem Garten in der Planung. Hinzu kommen Dachgeschosswohnungen mit großen Terrassen. Gebaut wird mit einer Mischung aus Beton und Holz: Beton für Decken und das Bauskelett, eine Holztafelbauweise für die Außenhülle. Die bisher von dem alten Gärtnereigelände getrennte Plauener Straße wird durchgehend nutzbar sein – Belle Époque baut sie auf eigene Kosten aus. Parkplätze stehen in einer Tiefgarage für die Bewohner zur Verfügung.

Torsten Nehls hofft, dass Ende des Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Gut zwei Jahre soll es dauern, bis der neue Wohnpark errichtet ist. Die Baufläche hat Belle Époque inzwischen räumen lassen. Das letzte Überbleibsel – ein Werkstattgebäude der alten Gärtnerei – wird abgerissen.

Richtung Landsberger Allee jedoch wird vorerst noch eine Lücke bleiben. Dieses Grundstück gehört IKEA und war für den Bau eines Möbelhauses vorgesehen. Dieses Areal sowie die Flächen zwischen der Sollstedter Straße, Arends- weg und Landsberger Allee sind planungsrechtlich für Gewerbenutzung vorgesehen gewesen. Dem Vernehmen nach planen die Eigentümer jedoch, auch dort Wohnungen zu bauen. „Hierfür ist aber ein Änderungsverfahren unerlässlich“, sagt Lichtenbergs Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Ein Antrag dazu liegt dem Bezirk jedoch noch nicht vor. 

veröffentlicht am 14. April 2014; Autor: Marcel Gäding

Alt-Hohenschönhausen: Günstige Wohnungen für Familien
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