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Lichtenberg 47 schaltet einen Gang zurück. Der Aufstieg in die Regionalliga ist derzeit kein Thema für den Verein.

Der Fußball-Oberligist Lichtenberg 47 backt kleinere Brötchen. Der Traum von der Regionalliga ist noch nicht ausgeträumt, aber er rückt jetzt erst einmal in weite Ferne.Beim Blick auf die Tabelle der Oberliga Nordost können die Verantwortlichen von Lichtenberg 47 sehr zufrieden sein. Platz sechs und eine Erfolgsserie von acht Siegen aus den letzten neun Punktspielen können sich durchaus sehen lassen. Die Mannschaft spielt eine gute Saison und hat sich im oberen Mittelfeld etabliert. Und obwohl bei vielen Vereinen jetzt der Blick weiter nach oben gerichtet wäre, halten die Lichtenberger den Ball flach.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Regionalliga der große Traum war. Allerdings hat der Verein angesichts der finanziellen Situation dieses Ziel erst einmal ad acta gelegt. „Die Oberliga ist für uns wie für andere die Bundesliga“, erklärte die sportliche Leitung kürzlich auf einer Sponsorenveranstaltung. „Wir sind in der Liga angekommen, die für uns passig ist. Es ist unsere große Motivation, diese Liga zu halten, denn wir wollen in Lichtenberg ordentlichen Amateurfußball auf hohem Niveau anbieten.“

Im Geschäftsjahr 2013 konnte man auch durch die Einnahmen aus dem Erreichen des Berliner Pilsner-Pokalfinales mit einem Etat von 180.000 Euro für die erste Mannschaft planen. Allerdings bewegt sich Lichtenberg 47 damit im unteren Drittel der Oberligateams. Und in diesem Jahr muss sogar noch Geld eingespart werden, da Zusatzeinnahmen aus dem Pokalwettbewerb wegfallen, aus dem man bereits ausgeschieden ist. Die Verantwortlichen kalkulieren mit 170.000 Euro, haben aus Kostengründen bereits Spieler abgegeben.

Somit ist klar, dass der Tabellensechste der Oberliga Nordost trotz einer sportlichen Erfolgsserie realistisch bleibt. „Die Oberliga ist schon ein teures Vergnügen und die Regionalliga wäre dagegen so etwas wie die Champions League. Abgesehen von den finanziellen Aufwendungen, die ein Aufstieg mit sich bringen würde, sind die Auflagen zu groß. Für viele Spiele müssten wir umziehen. Das ist nicht unser Ziel. Lichtenberg ist unsere Heimat, hier fühlen wir uns wohl“, heißt es aus dem Verein. Ziel sei es vielmehr, alles daran zu setzen, die Oberliga zu halten.

Und da ist Lichtenberg 47 auf einem guten Weg. Auch Nico Dörr, sportlicher Leiter der Fußballabteilung, bestätigt: „Die Ziele für die erste Mannschaft sind kurz vor dem Erreichen. Wir wollten den Klassenerhalt schaffen und außerdem eine gute Saison spielen. Das ist uns bisher gut gelungen.“

veröffentlicht am 17. März 2014; Autorin: Jeannine Kostow

Lichtenberg 47 legt Aufstiegsträume vorerst auf Eis
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