Eine Qualitätszeitung wie das Bezirks-Journal steht nicht nur für hervorragend gemachte Beiträge, sondern auch für hohe Ansprüche beim Druck. Im Druckhaus der Berliner Zeitung wird die neue Zeitung produziert.
Eine Qualitätszeitung wie das Bezirks-Journal steht nicht nur für hervorragend gemachte Beiträge, sondern auch für hohe Ansprüche beim Druck. Im Druckhaus der Berliner Zeitung wird die neue Zeitung produziert.

2,6 Tonnen Papier werden für den Druck des neuen Bezirks-Journal benötigt: Im Druckhaus, in dem auch die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gedruckt werden, läuft auch die neue Monatszeitung für Lichtenberg vom Band.

Um 8.22 Uhr fährt ein Lkw der Papierlogistik auf den Hof der BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH Am Wasserwerk 11. Liefert der vielleicht das Papier für das Lichtenberger Bezirks-Journal? Immerhin ist dieses die Grundlage für die 50.000 Exemplare der neuen Monatszeitung für Lichtenberg und Hohenschönhausen. Sie wird in einer der modernsten Druckereien Europas gedruckt- Und die befindet sich im Bezirk Lichtenberg.

Doch von Anfang an: Nachdem alle Artikel recherchiert und geschrieben, die 16 Seiten layoutet sind, werden die gesamten Daten an das nur einige Hundert Meter entfernte Druckhaus elektronisch übermittelt. Mittels Laser werden diese dann auf eine lichtempfindliche Druckplatte übertragen. Das kann man sich so ähnlich vorstellen wie bei einer klassischen Belichtung in der Fotografie.

Nachdem die Druckplatten fertig belichtet sind, kann es mit dem Druck losgehen. Auf einer Fläche in der Größe eines Fußballfeldes setzen sich die kräftigen Maschinen in Bewegung. Die riesigen Papierrollen beginnen zu rotieren. Schicht für Schicht werden die insgesamt vier Farben sorgfältig aufgetragen. In schneller Geschwindigkeit rattern die bedruckten Papierbahnen durch die Maschinen. Manchmal kann man sogar einen Blick hineinwerfen; den nächsten Arbeitsschritt nachvollziehen. Gerade werden die Zeitungen gefalzt und knapp unter der Decke an langen Schienen weiter transportiert. Das Falzen erzeugt allerdings einigen Lärm: stolze 85 Dezibel, vergleichbar mit starkem Straßenlärm. Nicht verwunderlich also, dass hier Ohrschützer getragen werden müssen.

Knapp zwei Rollen Papier mit einem Gesamtgewicht von 2,6 Tonnen und insgesamt 40 Kilometer Länge benötigt die Druckerei für 50.000 Exemplare des Lichtenberger Bezirks-Journals. Ausgerollt entspricht das ungefähr der Wegstrecke von Spandau bis zum Großen Müggelsee. Am Ende der Transportschiene fallen die so genannten Andrucke zunächst in eine Vorrichtung. Von dort nimmt sie der Maschinenführer mit an seinen Arbeitstisch, um die ersten Exemplare auf ihre Druckqualität zu überprüfen. Mit ihm arbeiten noch zwei weitere Drucker. Jeder hat seine ganz spezielle Aufgabe. Das Augenmerk liegt auf der Passung, der Farbe und der Schwärze. Orientiert wird sich am Proof, einer Vorlage des Kunden, die genau zeigt, wie das Endprodukt aussehen soll. Es wird akribisch geprüft, ob die Rahmenpassung übereinstimmt. Dabei wird nicht nur auf technische Parameter geachtet. Auch die ästhetische Wahrnehmung ist hier entscheidend. Als nächstes schaut man, ob die Farben übereinander passen, keine Schattierungen entstanden sind. Ist das nicht der Fall, wird nachjustiert.

Je wärmer, umso schwärzer

Das Gleiche passiert auch bei der Schwärze, denn hier kann es schnell passieren, dass der Druck zu dunkel wird. Grund: Je wärmer die Maschine wird, umso schwärzer wird die Farbe. Dann muss der Drucker etwas Schwarz „rausnehmen“. Erst wenn alles perfekt passt, ist das Produkt „verkaufsfähig“, wie es in der Fachsprache heißt. Wann das ist, entscheidet letztendlich der Maschinenführer.
Doch nicht nur die Druckerfarbe muss stimmen, auch das Papier muss in den richtigen Bahnen laufen. Darum kümmert sich der Rolleur, der dafür sorgt, dass die Rollen ordentlich der Maschine zugeführt werden. Sobald irgendetwas schleift, stoppt diese automatisch, weil sonst die Farbe verschmieren und das Produkt beschädigt werden würde.

Übrigens werden für das Lichtenberger Bezirks-Journal insgesamt 25 Kilogramm Farbe verwendet. Nur zum Vergleich: Für die Produktion der Berliner Zeitung – diese wird ebenfalls in der Straße Am Wasserwerk gedruckt – werden 150 bis 200 Kilogramm pro Tag benötigt.

Wenn alles fertig gedruckt ist, schnürt eine andere Maschine praktische Pakete á 100 Zeitungen. Danach wird das Lichtenberger Bezirks-Journal auf Paletten verladen, dann druckfrisch an die 100 Auslagestellen in Lichtenberg und Hohenschönhausen geliefert.

veröffentlicht am 12. Februar 2014, Autorin: Jeannine Kostow

Druckerei: 2,6 Tonnen Papier fürs Bezirks-Journal
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